Im Alter verändern sich viele Dinge wie auch der Körper beziehungsweise die Sexualität. Viele Männer leiden daher auch immer mal wieder an Potenzschwierigkeiten. Hierbei spielt häufig auch der Kopf eine Rolle. Denn in vielen Fällen haben die Gedanken darüber, dass sich der Körper verändert, einen großen Einfluss auf die Sexualität. Doch grundsätzlich lässt sich eine Vielzahl dieser Probleme lösen. Hierfür müssen diese jedoch zunächst erkannt und anschließend besprochen werden.

Vielen Männern fällt es schwer, sich mit faltiger Haut, einigen Fettpölsterchen und auch einer schlechteren Kondition abzufinden. Und so ist es häufig der Fall, dass sie sich dann selber nicht mehr als attraktiv ansehen. Dieses verminderte Selbstbewusstsein erschwert es körperlichen Kontakt zum Partner aufzubauen. Häufig führen jedoch auch diverse chronische Krankheiten zu einer Veränderung der Sexualität. So erschweren zum Beispiel Hüftschmerzen oder auch Atemprobleme bei Anstrengung das Liebesspiel. Somit muss man sich im Alter schon etwas umstellen beziehungsweise anpassen. Denn wenn andere und nicht so anstrengende Stellungen ausprobiert werden, ist es durchaus möglich auch im Alter noch regelmäßig Sex zu haben. Auch sollte das Tempo dementsprechend angepasst werden, damit bei Partner die Nähe genießen können.

Die männliche Sexualität im Alter
Ungefähr die Hälfte aller 40 bis 70-Jährigen Männer berichten, dass sie schon einmal oder auch dauerhaft unter Erektionsstörungen gelitten haben. Dies bedeutet, dass der Penis nicht mehr wie früher steif wird, oder eben den erigierten Zustand nicht wie gewünscht halten kann. Dieser Zustand kann gerade bei Männern am Selbstvertrauen kratzen. In den meisten Fällen liegt die Ursache hierfür in diversen chronischen Erkrankungen der Betroffenen, wie zum Beispiel Diabetes oder auch Arteriosklerose. Hierbei kommt es zu einer Verkalkung der Gefäße im Penis.

Und dies führt dazu, dass nicht mehr ausreichend Blut die Schwellkörper erreichen kann. Diese sogenannten erektilen Dysfunktionen werden in vielen Fällen mit sogenannten PDE-5-Hemmern behandelt. Der bekannteste Vertreter dieser Medikamentengruppe ist sicherlich Viagra. Des Weiteren können aber auch diverse mechanische Hilfsmittel wie zum Beispiele ein Penisring oder auch eine Penispumpe zu einer Verbesserung der Situation führen. Im Alter ist der Penis jedoch häufig nicht so schnell erregbar und viele Männer brauchen auch länger, um einen Orgasmus zu bekommen. Doch diese Tatsache ist nicht unbedingt ein Nachteil. Denn wenn der Akt länger dauert, hat gerade die Frau auch länger etwas davon, kann mehr Erregung aufbauen und ebenfalls ihren Höhepunkt erreichen.

Wie wichtig ist Verhütung im Alter?

Nach den sogenannten Wechseljahren kann eine Frau nicht mehr schwanger werden und dementsprechend auch kein Kind mehr bekommen. Diese Tatsache ist für viele Paare zunächst schwierig, hat aber auch einen Vorteil. Denn so muss nicht mehr auf die Verhütung geachtet werden. Somit kann der Geschlechtsverkehr völlig ohne Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft stattfinden. Dennoch sollte während der Wechseljahre auch etwas Vorsicht geboten sein. Denn wenn der Zyklus in den Wechseljahren noch nicht komplett zum Erliegen gekommen ist, kann es in seltenen Fällen dennoch zu einer Schwangerschaft kommen.

Denn durch die unregelmäßigen Zyklen kann eine mögliche fruchtbare Phase nicht mehr so ideal vorausgesagt werden. In dieser Phase sollten zur Verhütung Kondome, Vaginalringe oder auch Diaphragmen genutzt werden. Zudem kann auch eine Spirale dabei helfen, dass eine Frau nicht ungewollt schwanger wird. Und diese hat den Vorteil, dass der weibliche Hormonhaushalt nicht sehr stark beeinflusst wird.

Achtung vor Krankheiten

Auch im Alter spielen Verhütungsmittel, neben dem Verhindern einer Schwangerschaft, eine weitere wichtige Rolle. Denn so können sich die beiden Partner vor eventuellen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn im Alter noch einmal ein neuer Partner kennengelernt wird oder auch eine rein sexuelle Beziehung besteht. Ist man hingegen schon viele Jahre zusammen und verheiratet, spielen Verhütungsmittel für diese Zwecke eher keine wichtige Rolle mehr. Um sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern, sollte ein Kondom verwendet werden. Dieses schützt die beiden Partner zum Beispiel vor Gonorrhoe, Chlamydien. Syphilis oder auch Genitalherpes.

Die Rolle der Gesellschaft

Der Gedanke, dass die Eltern oder sogar die Großeltern noch Geschlechtsverkehr haben, ist für junge Menschen eher befremdlich. Dennoch ist körperliche Nähe im Alter sehr wichtig und eigentlich hat jeder erwachsene Mensch ein Recht auf Sexualität. Und dieses Recht sollte ihnen auch von niemandem abgesprochen werden. In der heutigen Zeit bekommt auch die Pflegepolitik mehr und mehr dieses Denken. So ist es in einigen Pflegeeinrichtungen bereits möglich, dass sich ein Paar in höherem Alter zurückziehen kann und die nötige Privatsphäre erhält.

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